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Newsletters 02/07
der Technologiezentren Neubrandenburg I
Editorial |
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Rückblick
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III
Neue Mieter
1. Erspart Landwirten Zettelwirtschaft: Norman Rauthe
Viele Schilder weisen auf die Unternehmen im TIG und ZLT hin, und immer wieder sind neue dabei. Wer steckt hinter den Namen? Im Newsletter stellen wir Ihnen ausgewählte Firmen vor. Diesmal: von "Rauthe Agrar IT Service" im Gespräch
Was machen Sie hier eigentlich?
Wir entwickeln eine Software, mit denen Landwirte Daten direkt auf dem Feld eingeben können. Das funktioniert über einen MDA: Einen Mini-Computer, mit dem man auch telefonieren kann. Er ist nicht größer als ein Handy und hat einen Bildschirm, der auf Druck reagiert. Zum Beispiel kann der Arbeiter damit die Zeit erfassen, die er gearbeitet hat, ähnlich wie mit einer Stoppuhr. Oder er gibt ein, welchen Teil welches Ackers er mit welchem Gerät bearbeitet hat: Grundbodenbearbeitung mit dem Pflug auf fünf Hektar der großen Wiese. Genauso können Mengen der Düngemittel oder der Ernte eingegeben werden. Damit haben die Unternehmen tagaktuelle Daten. Es muss keiner mehr umständlich Zettel beschreiben, die später elektronisch erfasst werden. Eine mögliche Fehlerquelle fällt also weg. Und die Damen im Büro haben mehr Zeit, sich mit der Vertragsverwaltung befassen.
Wie läuft es?
Voraussagen kann man das nicht, man geht natürlich erst einmal in Vorleistung. Aber wir hoffen das Beste. Perspektivisch gesehen wollen wir nicht nur die MDA´s programmieren, sondern einen Web-Dienst für Landwirte entwickeln.
Und vorher?
Ich habe an der Fachhochschule in Neubrandenburg studiert und bin Agrar-Ingenieur. Mit Dienstleistungen für Landwirte im edv-technischen Bereich habe ich mich im Februar vor zwei Jahren selbständig gemacht. Zunächst habe ich als Ein-Mann-Unternehmen von zu Hause aus gearbeitet. Mit meinem Umzug ins TIG im Dezember habe ich zwei Mitarbeiter eingestellt, Holger Krohnfuß und Rudi Schirmacher.
Wie sind Sie zum TIG gekommen?
Ich hatte zunächst einen anderen Standort ins Auge gefasst. Allerdings sollte ich dort eine ziemlich hohe Kaution zahlen. 1.500 Euro sind für einen Existenzgründer eine ganze Menge. Durch Kontakte zum TIG-Mieter ECCOM Electronic Commerce Center M-V bin ich auf das TIG gekommen und habe nach Räumen gefragt. Danach ging eigentlich alles sehr schnell. Hier werden wirklich attraktive Leistungen geboten, das hat mich überzeugt.
2. Häppchenweise zum Geschäftserfolg: Günter Jaster
Im Amerika ist "Finger-Food" schon lange auf dem Vormarsch, in Neubrandenburg will Günter Jaster jetzt nachhelfen.
Festlich angezogene Menschen hockten mit ihrem Essen auf den Treppen, weil es keine Tische gab, auf der sie Teller und Besteck hätten abgelegen können. In der Küche des Zentrums für Lebensmitteltechnologie stehen die Lösung für solche Probleme. Kleine Kreise aus Toast, Pumpernickel oder Graubrot, die der Inhaber der Firma "Canapés und mehr" mit den verschiedensten Leckereien belegt. Wachteleier liegen neben Lachskaviar, in einer Schüssel warten kleine Gurken-Kugeln auf ihren großen Auftritt. Gerade spritzt der 48-Jährige Frischkäse auf das letzte Canapé einer Platte. "Passt genau" sagt er zufrieden und packt die Spritze in den Abwasch. Kaum Käse ist übrig geblieben - also hat Günter Jaster gut kalkuliert. 200 Stück will der Neu-Unternehmer an diesem Tag herstellen. Geradezu ein Klacks. Bislang war er da andere Mengen gewohnt. Nach seiner Ausbildung zum Koch im Hotel "Vier Tore" arbeitete Jaster zum Beispiel in der Verdichterstation der Erdgas-Trasse in der Ukraine. 3000 Portionen am Tag bereitete die Küche zu. Das damalige Berliner "Grand Hotel", in dem Jaster seinen Meister gemacht hat, produzierte sogar 10.000 Essen am Tag. Und der Caterer, für den er nach der Wende in der Hauptstadt zum Beispiel half, Sponsoren-Veranstaltungen für die Berliner "Eisbären" auszurichten, übertraf dies noch: 70.000 Portionen stellte er täglich her. Es folgte die Abkehr von den Superlativen mit einer Zusatz-Ausbildung zum Diät-Koch. Als Küchenchef bereite Günter Jaster dann in Kliniken und Altenheimen Essen zu. Und jetzt also wieder etwas Neues. "Ich bin eben von Beruf aus neugierig", sagt der Neu-Unternehmer fröhlich. Dass er jetzt nicht mehr nur für die Produktion, sondern auch für den Verkauf seiner Ware zuständig ist, macht ihm keine Sorgen. Durch Praktika im Telefon-Verkauf fühlt er sich gut vorbereitet. Mit einem eigens geschneiderten Kostüm und den schön verpackten Canapés im Isolierkoffer will er zum Beispiel bei Chefsekretärinnen in Versicherungen auf "Kaltaquise" gehen. "Als nächstes fahre ich dann die Schlösser in Mecklenburg an", hat er sich vorgenommen.
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IV
Projekte unserer Mieter
1. Gute Resonanz auf Messeauftritt von Silo-RoBoFox
Gefährliche Arbeit kann ein Roboter ersparen, für den das im TIG ansässige Unternehmen "autosoft" (automation und software Günther Tausch GmbH) zur Zeit die Serienproduktion vorbereitet. Bisher klettern Männer in die dunklen und hohen Silos, in denen Landwirte Futtermittel lagern und reinigen sie von Hand. Das brachte den Silo-Service-Betreiber Bernd Pragst auf die Idee, einen per Fernbedienung gesteuerten Roboter mit Wasserdruck und -dampf die Wände säubern zu lassen. An einer senkrecht im Silo festgeklemmten Stange fährt der Silo-RoBoFox von oben nach unten und dreht sich dabei um die eigene Achse. Schwenkbare Hochdruckdüsen an einem tiefenverstellbaren Auslegearm des Roboters versprühen nacheinander Reinigungsmittel, Wasser und Desinfektionsmittel an die Innenwände. Ein Gebläse trocknet das Silo anschließend mit heißer Luft. Bereits vier Stunden nach Beginn der Reinigung kann das Behältnis wieder mit Futtermitteln befüllt werden. Bernd Pragst und "autosoft" präsentierten diese Erfindung bei der Messe "Euro-Tier" in Hannover.
"Die Resonanz darauf war sehr gut, besser als erwartet. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass eine Nachfrage besteht und haben uns entschlossen, die Serienproduktion vorzubereiten", erklärt die Prokuristin des Unternehmens Kristin Dulitz. Insbesondere durch die strengeren Vorschriften der neuen europäischen Futtermittelhygieneverordnung sei der Silo-RoBoFox sowohl für Bauern als auch für Silo-Reinigungsfirmen interessant. Die innovative Technologie hatte bereits die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft überzeugt: Sie hatte den Roboter dafür auf der Euro-Tier mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. 150 Konkurrenten aus dem In- und Ausland hatten sich um den Preis beworben. Im TIG von "autosoft" entwickelte Maschinen kümmern sich übrigens auch um die Fütterung der Störe der Firma "Caviar Creator" in Demmin und um den Wasserstand der Mosel: Dort hat der Ingenieurbetrieb alle Wehre an den 11 Staustufen automatisiert. Als das Kerngeschäft des Unternehmens sieht Günther Tausch jedoch Entwicklung und Bau von Sondermaschinen. Von der Konstruktion bis zur Inbetriebnahme werden diese komplett durch "autosoft" gefertigt. Prüfstände und Montagevorrichtungen stehen zum Beispiel beim Automobilzulieferer Webasto, prüfen dort Fahrzeugheizungen und stellen sie automatisch ein. Webasto benutzt zudem ein von der Firma entwickeltes Verfahren bei der Fertigung von Gebläsen.
Günther Tausch hat "automation und software" 1993 im TIG als Ein-Mann-Firma gegründet. Mittlerweile beschäftigt er ca. 20 Mitarbeiter.
2. GTA bringt eine neue Dimension in Stadtpläne
Reisen nach London, Paris, Singapur oder New York. In Rom von allen Seiten den Vatikan fotografieren, in Paris Louvre und Eiffelturm. Die Arbeit im Außendienst der GTA Geoinformatik GmbH muss der absolute Traumjob für Globetrotter sein. "Das stimmt schon, meine beiden Mitarbeiter sind seit 2005 fast ständig unterwegs", sagt Inhaber Peter Lieckfeldt. "Aber das kann auch mal belastend sein", gibt er zu bedenken. In der Woche vor Weihnachten sei zum Beispiel ganz kurzfristig eine Reise nach Shanghai dazugekommen. In einigen Punkten unterscheiden sich seine Mitarbeiter von den fotografierenden Touristen um sie herum. Ihre Kameras sind mit einem Positions- und Winkelmessgerät verbunden. "Der Telepointer zeichnet sowohl die digitalen Bilddaten als auch die dazu gehörenden Orientierungen, nämlich Position und Blickrichtung der Kamera auf", erläutert Peter Lieckfeldt. Und die Mitarbeiter machen sehr viel mehr Fotos von einem Objekt als normale Reisende. Die Fotos müssen überlappen, damit sie durch die Auswahl identischer Objektpunkte miteinander vernetzt werden und dann photogrammetrisch ausgewertet werden können. Mit speziellen Programmen werden die entstandenen Bilddaten dann so aufgearbeitet, dass sich fotorealistische dreidimensionale Modelle der abgebildeten Sehenswürdigkeiten ergeben. Bis zu 400 Bilder sind dazu nötig, so der Inhaber.
Der Grund für die weiten Fahrten seiner Mitarbeiter liegt darin, das GTA mithilft bei der Orientierung in den Großstädten der Welt. Wer mit Hilfe eines Navigationssystems in einer fremden Stadt Auto fährt, muss sich auf die Anweisungen einer Stimme verlassen. Künftig sagt die, wenn das System mit Daten des GTA-Kunden TeleAtlas arbeitet, nicht mehr: "In hundert Metern rechts abbiegen", sondern - wesentlich hilfreicher - " hinter dem großen gelben Haus rechts abbiegen". Der Bildschirm zeigt dazu als Ergänzung zu den bisherigen Übersichtskarten die markanten Gebäude des Stadtbildes. Und die Daten für diese 3-D-Visualisierungen haben Lieckfeldts Mitarbeiter auf ihren Reisen gesammelt. Da immer mehr Städte dazukommen, sind die Mitarbeiter oft unterwegs. Noch weiter geht GTA in einem anderen Projekt: Ganze Stadtkarten europäischer Großstädte wie Berlin, Hamburg, London, Paris und Rom werden künftig dreidimensional dargestellt.
Das alles ermöglicht die Systemlösung tridicon(tm), die in den vergangenen Jahren bei GTA entwickelt wurde. Zu ihr gehören auch der Telepointer und Auswertesoftware. "tridicon(tm) ist eine technologische Komplettlösung zur kosteneffektiven Massendaten-Produktion im Bereich der dreidimensionalen Modellierung und Visualisierung", erläutert Peter Lieckfeldt. Und tridicon(tm) ist ein großer Erfolg: Die GTA Geoinformatik GmbH gehöre damit weltweit zu den Technologieführern in diesem boomenden Markt, so der Inhaber. 2002 wurde das Unternehmen für die Entwicklung des Telepointers mit dem 2. Platz beim Technologie- und Nachwuchs-Innovationspreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Seit kurzem setzt das Institut für Kartographie und Geoinformation der Universität Bonn die tridicon(tm)-Technologie sogar in Forschung und Lehre ein.
Neben den 3-D-Stadtmodellen bietet das von Dr. Peter Lieckfeldt 1991 gegründete Unternehmen auch andere Dienstleistungen und Lösungen auf dem Gebiet der Geoinformatik wie Digitalisierung, Luftbilderstellung, -bearbeitung und auswertung und Präzisions-Scannen.
3. ZLT-Mieter sorgt für gute Luft in Vietnam
Mit ungewöhnlichen Luftverhältnissen hatte sich die Lufttechnische Komponenten Vertriebsgesellschaft LKV mit Sitz im Zentrum für Lebensmitteltechnologie bei einem ihrer jüngeren Projekte zu beschäftigen: Dem "National Congress-Center" in Hanoi.
Temperaturen von 40 Grad bei bis zu 75 Prozent Luftfeuchtigkeit sind dort möglich - "wie bei uns in der Sauna", sagt Geschäftsführer Martin Kulinna. Eine Herausforderung für den technischen Gebäudeausrüster, aber durch Erfahrungen bei der Ausrüstung von Schwimmbädern doch nicht allzu schwer zu lösen. Bei der Ausrüstung der Arena in Düsseldorf war LKV ebenfalls beteiligt. Als Industrievertreter für sechs Firmen ist LKV bei solchen Projekten dafür verantwortlich, dass die bestellten Komponenten zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sind. Besonders spannend war diese Aufgabe beim Bau der Colorline Arena in Hamburg vor fünf Jahren. Für den Einbau der Lüftung wurde dort sogar für eineinhalb Stunden der Flugverkehr unterbrochen, damit ein Hubschrauber vier Ventilatoren mit einem Durchmesser von 1,20 Metern einsetzen konnte. LKV plant diese Projekte nicht selber, sondern sieht sich als "verlängerter Arm" der Planer.
"Ich bin so etwas wie ein Autohändler", erklärt Kulinna. Zu dem komme ein Kunde mit seinen speziellen Wünschen: Beispielsweise dem nach einen Fiat Punto, aber mit dieser Radgröße, jene Farbe, mit Radio oder CD-Player. "Und ich sage dann, was geht und was nicht". Nur das Kulinna nicht Kaufverträge für Autos, sondern für Lüftungen, Ventilatoren, Befeuchtern oder Heizgeräten vermittelt. Manchmal eine Gratwanderung zwischen den Vorschriften und den Wünschen der Bauherren, die nach dem Eindruck des Geschäftsführers oft sparen möchten, wo es nur irgend geht. Und was hat gutes Raumklima mit dem Zentrum für Lebensmitteltechnologie zu tun? Einiges. Denn Kulinnas Kunden planen nicht nur Labore oder Fabriken, sondern auch Gaststätten. Und wenn es um die Entlüftung von Küchen geht, stehen die Mitarbeiter des Zentrums für Lebensmitteltechnologie ihrem Mieter schon mal mit Rat und Tat zur Seite.
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Aber auch von unserer Arbeit gibt es Neues. Zwei Mitarbeiter des Technologie-, Innovations- und Gründerzentrum erklären, woran sie gerade arbeiten.
a) Gesundheitsmanager Neubrandenburgs will regionale Küche verbessern
Eine Wachstumrate von 70 Prozent bis zum Jahr 2010 sagen Marktanalysen dem Gesundheitstourismus voraus. Die Region zwischen Feldberger Seenlandschaft, Neubrandenburg und Neustrelitz hat nach der Überzeugung des Vereins zur Förderung der Gesundheit Feldberger Seenlandschaft beste Voraussetzungen, von diesem Trend zu profitieren: Verträumte Landschaften und idyllische Orte, historische Bauwerke und kulturelle Höhepunkte in der Neubrandenburger Konzertkirche oder bei den Festspielen im Neustrelitzer Schlossgarten sowie hochwertige Hotels locken bereits viele Touristen in die Umgebung. Medizinische Fachkompetenzen der Krankenhäuser in den Bereichen Neurologie, Kardiologie, Orthopädie, Psychosomatik und Zahnmedizin und der Reha-Kliniken in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Entspannung könnten aber dafür sorgen, dass auch Gesundheitstouristen den Weg hierher finden. Das würde die Saison verlängern und Arbeitsplätze schaffen. Allerdings nur, wenn Kliniken, Hotels, Restaurants, Reisebüros, Gemeinden, Landwirte und andere an einem Strang ziehen würden. Der Verein hat daher das Gesundheitsnetzwerk Medical Wellness Park ins Leben gerufen. Die entsprechenden Verträge haben Partner aus Wirtschaft und Politik vor kurzem im Hotel Bornmühle feierlich unterschrieben.
Im TIG arbeitet Stefan Schwabbauer, der das Netzwerk als Gesundheitsmanager für die Stadt Neubrandenburg betreut.
Einen Schwerpunkt seiner Arbeit sieht er in der Ernährung. "Es gibt in den Restaurants hier noch viel zu oft lediglich Schnitzel in allen Variationen", sagt Schwabbauer. Entwicklung einer Spezialität des Hauses, vollwertige oder vegetarische Küche dagegen seien seiner Einschätzung nach noch viel zu selten. Dafür, dass häufiger auch "was Schickes auf die Gabel" kommt, will er durch zum Beispiel durch Weiterbildungsangebote für Köche in Zusammenarbeit mit dem Institut für soziale Forschung und berufliche Weiterbildung ISBW sorgen.
b) Innovationsberater vermittelt Unternehmen Experten-Rat
Seit Oktober vergangenen Jahres arbeitet Sebastian Glaß beim TIG als Innovationsberater.
Sein Projekt läuft gemeinsam mit dem Verein "Agrarmarketing Mecklenburg - Vorpommern e.V.", in dem sich Erzeuger, Veredler und Hersteller von Nahrungs- und Genussmitteln des Landes organisiert haben.
Was macht ein Innovationsberater?
Ich helfe Betrieben, ihre Entwicklungspotentiale herauszufinden.
Wie finden Sie diese heraus?
Indem ich zu Betrieben fahre und eine Bestandsaufnahme mache: Wie viele Arbeitskräfte hat das Unternehmen, welche Geräte sind vorhanden, wie gestaltet sich dessen Marktsituation? Je nachdem, was sich daraus ergibt, stelle ich Kontakte zu Experten her, die weiterhelfen können.
Was können das für Experten sein?
Zum Beispiel jüngere Akademiker aus der Hochschule Neubrandenburg oder Technologiespezialisten verschiedener Fachgebiete. Zusätzlich bieten sich auch Förderungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die des Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklungsprogramms ASP.
Mal ein Beispiel: Wie können diese Fachleute konkret helfen?
Ein großes Thema ist zur Zeit Beratung im Bereich der funktionellen Lebensmittel. Technologen können Unternehmen der Ernährungsindustrie dabei helfen, mit diesem Trend ihren Absatz zu steigern, indem sie Nahrungsmittel durch Vitamine und Spurenelemente mit einem zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen ausstatten, wie man es schon bei ACE - Säften oder Joghurts mit probiotischen Milchsäurebakterien kennt.
Wie reagieren die Geschäftsführer auf Ihre Vorschläge?
Die Gespräche sind bisher positiv verlaufen. Einige konkrete Projekte haben sich bereits daraus ergeben.
2. Projekte im Zentrum für Lebensmitteltechnologie
Zum Schluss möchten wir Ihnen noch zwei besonders interessante Aufträge des Zentrums für Lebensmitteltechnologie vorstellen. Die Mitarbeiter beschäftigen sich zum Beispiel derzeit mit der Herstellung eines Ökologischen Putzmittels aus Roter Beete. Entwickelt hat es die Inhaberin einer Gebäudereinigungsfirma. Auf der Suche nach einer Alternative zu aggressiven Substanzen fand Ilona Parsch heraus, dass Rote Bete nicht nur Flecken machen, sondern sie auch entfernen kann. Ihr Sohn vermarktet das Produkt BEETA jetzt bundesweit. Filtriert wird es im Zentrum für Lebensmitteltechnologie. Abgeschlossen ist dagegen das Verfahren zum Trocknen zum Rindfleisch, mit dem das ZLT und sein Auftraggeber Gut Conow bei der Grünen Woche im vergangenen Jahr Furore gemacht haben. Der frühere Jagd-Proviant der Indianer ist heute Verpflegung für Wanderer oder Kanufahrer. Weiter entwickelt werden nun die Sorten Geflügel und Wild.
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